Servus,

ich bin Christina Wechsel, 38 Jahre alt, Heilpraktikerin, Speakerin und Coach. Ich habe drei Schicksalsschläge innerhalb eines Jahres durchlebt - seitdem lebe ich meine Message „Nichts ist unmöglich, Dein einziges Limit bist Du!“ und schenke Anderen positive Lebensenergie.

Wie es zu diesem Perspektiven-WECHSEL und meiner persönlichen ENT-Wicklung gekommen ist? Das möchte ich mit Dir hier und auf meinem Blog teilen.

Drei Schicksalsschläge

Zwei Monate nachdem ich im Jahr 2006 ein All-around-the-world Ticket gebucht und meinen Job gekündigt hatte um meinen Traum zu verwirklichen, erkrankte meine Mutter an Krebs. Ich zog zurück in mein Elternhaus um für meine Mutter da zu sein und sie zu pflegen. Leider hat sie nicht mehr die Klinik verlassen und verlor wenige Wochen später den Kampf gegen den Krebs.

Meine Mutter war für mich im Leben meine absolute Seelenverwandte, meine Mentorin, beste Freundin und beste Ratgeberin. Als sie gestorben ist, bracht für mich eine Welt zusammen.

 

Für mich war es denn noch sehr wichtig meinem Traum zu folgen und ich flog noch im selben Jahr mit einem Work & Travel Visa nach Australien. Fünf Monate bereiste ich Australien und Neuseeland, bis wir auf dem Weg zum Ayers Rock, mitten im Outback, einen schweren Autounfall erlitten. Mein bester Freund Ronny starb noch am Unfallort. Die Ärzte kämpften drei Wochen lang aufgrund innerer Verletzungen, einer kollabierten Lunge, mehrerer Frakturen und einer angerissenen Hauptbeinarterie um mein Überleben. Nach einer Sepsis mit Multiorganversagen musste leider mein linker Unterschenkel amputiert werden.

Ich verbrachte insgesamt ein halbes Jahr im Krankenhaus und auf Reha, wurde 20 Mal operiert und konnte es kaum erwarten zurück ins Leben zu GEHEN!

Natürlich gab es auch große Momente der Verzweiflung und Angst. Fragen, wie „Warum ist gerade MIR das passiert?!! Warum gerade so kurz nach dem Tod meiner Mutter und warum gerade dann, wenn ich endlich meinen Traum verwirkliche?!“ kreisten in meinem Kopf. Die allerwichtigsten Fragen die ich mir aber stellte war, ob ich je wieder meinen Sport ausüben und meinen Traum von einer Weltreise verwirklichen kann.

 

 

 

Woran ich glaube

Trotz all der Schattenseiten war mir persönlich schon immer bewusst, dass alles im Leben seinen Grund hat. Vielleicht geht es aber im Leben auch gar nicht darum, den Grund für manche Dinge herauszufinden. Sondern einfach darum, das Beste aus der gesamten Situation zu machen. Dass das nicht von heute auf morgen passiert, ist klar. Sonst wäre es ja auch wiederum kein EntwicklungsWEG  und kein EntwicklungsPROZESS.

Oft werde ich gefragt, wie ich der Autofahrerin gegenüber stehe, die während des Unfalls am Steuer saß. Ich habe ihr noch im Krankenhaus in Australien von Herzen verziehen und ich habe mir selbst verziehen. Ich glaube, der Mensch neigt immer schnell dazu einen Schuldigen zu suchen. Wenn ich nicht von Anfang an Eigenverantwortung über mein eigenes Leben übernommen hätte, wäre ich nie aus dieser Opferrolle herausgekommen und würde Energie für etwas verschwenden, das ich eh nie ändern kann.

Ich glaube an einen EIGENEN FREIEN WILLEN mit dem wir uns entscheiden können, wie wir mit Schicksalsschlägen umgehen können. Wir haben zwar keinen Einfluss darauf, dass gewissen Dinge im Leben passieren, aber wir sind nicht dem Schicksal ausgeliefert! Wir haben immer die Wahl, wie wir mit der Situation umgehen wollen. Und damit kann ich in jeder Sekunde meines Lebens beginnen.

Ich hatte die Wahl zwischen `mich in die Ecke setzen, mich selbst zu bemitleiden und am Leben nicht mehr teilnehmen zu wollen` und ´das Beste draus machen und wieder das Leben zu führen, dass ich früher hatte, weil mir mein Leben das wert ist´.

Die Vergangenheit kann ich auch nicht ändern. Was ich aber ändern kann, ist die Einstellung der Vergangenheit gegenüber. Wenn ich die Vergangenheit loslasse und ihr zustimme, geben ich automatisch der Gegenwart eine Chance Neues entstehen zu lassen. Ich habe gelernt zu vertrauen – dass alles, so wie es kommt, für meinen Entwicklungsweg am besten ist.

Und so kam es in meinem Leben: Nachdem ich mein neues Bein bekommen hatte, stand ich ein ¾ Jahr später wieder auf Skiern, saß auf einem Fahrrad, fing an zu klettern, ging wieder in die Berge zum Wandern und nahm schwimmend an der Zürichsee-Überquerung teil.

Ich lernte, dass ALLES IM LEBEN MÖGLICH ist, vielleicht einfach auf einer anderen Art und Weise, aber es IST möglich. Für jedes Problem im Leben gibt es immer eine Lösung! Sonst gäbe es kein Problem, weil auf dieser Welt Polarität herrscht.

Ich stand also mit einem Bein schon auf der anderen Seite und hab es schon mal dort gelassen. Daher bin ich überzeugt: Heilung ist immer möglich! Alles im Leben ist möglich, wenn ihr selbst daran glaubt! Kann sein, dass es auf eine andere Art und Weise möglich ist, aber alles IST möglich! Es gibt keine BeHINDERUNG auf dieser Welt - die einzige BeHINDERUNG die es gibt ist in deinem Kopf, sind deine Gedanken und Grenzen die Du Dir selbst setzt. Egal was auch amputiert wird, ein Bein, ein Arm, eine Brust oder eine emotionale Amputation: nichts und niemand kann Dir jemals Deine Gedanken, Dein Mindset und Deine Seele amputieren!

  

Meine Weltreise habe ich übrigens noch fortgeführt und werde mir diesen Traum bis ans Rest meines Lebens weiter verwirklichen. Innerhalb der letzten 11 Jahre, also seit dem Unfall, habe ich 19 Länder, teilweise mehrmals, bereist. Eine Destination steht aber immer noch an aller erster Stelle: und das ist der Uluru im Outback Australiens. Diesmal... fliege ich aber hin!